La Diagonela 2026

Traditionsgemäss bin ich mit der La Diagonela in mein Wettkampfjahr 2026 gestartet. Dies war bereits meine siebte Teilnahme. Nach dem Start in Pontresina standen dieses Jahr 47km auf dem Programm bis ins Ziel im Dorfzentrum von Zuoz. Bei meinen sieben Teilnahmen lief ich sieben verschiedene Strecken. Dieses Jahr konnten wir leider ein weiteres Mal nicht auf dem St. Moritzer See laufen. Zudem konnten wir dieses Jahr erstmalig auch nicht in die Val Roseg. Stattdessen gab es zu Beginn zweimal eine rund 10km-Schlaufe zu absolvieren.

Aufgrund meiner Ergebnisse in vergangenen Rennen stellte ich mich sehr weit vorne im Startbereich ein. Der Start bei der La Diagonela ist immer ein bisschen hektisch mit einer ersten kleinen Steigung nach rund 200m und der Loipe die dann auch etwas schmaler wird. Ich konnte mich gut im Feld positionieren und nach der ersten kurzen Steigung folgt ein längeres Gleitstück bergab. Nach rund einer Rennminute geht mir immer die gleiche Frage durch den Kopf: wie gut gleitet mein Ski? Top! Das Ding läuft! Anschliessend lief ich die ersten rund 18km immer in kleinen Gruppen mit. Ich fand bergauf immer gut meinen Rhythmus, in der Fläche liefen wir eine hohe Pace und bergab lief mein Ski wunderbar. Am Ende der zweiten Runde sprengte sich dann die Gruppe auf einer kleinen Steigung und ich lief anschliessend einige Kilometer völlig alleine. Den ganzen Flughafen entlang und die gesamte Fläche bis nach La Punt war ich komplett alleine. Ich spürte aber, dass ich eine hohe Pace halten kann und sah dann vor mir, dass ich einem anderen Athleten immer näher kam. Nach La Punt konnte ich das Loch schliessen und wir waren zu zweit. Es gesellte sich dann noch ein dritter Athlet dazu. Wie jedes Jahr gehörte ich zu einem der schnellsten Schweizer und die Athleten um mich sprechen jeweils nordische Sprachen. Nach La Punt beginnt jeweils die richtige La Diagonela mit mehreren Steigungen in Richtung S-Chanf. Unser Trio wurde dann auf dem langen und steilen Weltcup-Stutz aufgelöst. Nach der technischen Abfahrt folgen für mich immer die anspruchsvollsten Kilometer zurück in Richtung Zuoz bevor der Schlussaufstieg ins Dorf beginnt. Dieses Jahr konnte ich da - wieder alleine - eine sehr gute Pace halten und konnte meine Kräfte sehr gut einteilen, sodass ich wieder einmal einen schnellen Schlussaufstieg laufen konnte. Der Schlussaufstieg liegt mir irgendwie gut und ich kann fast immer noch richtig gut hochstossen.

Nach rund zweieinhalb Stunden mit Durchschnittspuls bei 170 erreichte ich als 29. Amateur Overall das Ziel. Die gleiche Platzierung wie im Vorjahr. Super glücklich über diese Performance und ein Motivationsboost für das Jahr 2026 - der Start ins Wettkampfjahr ist sehr gut verlaufen!

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