König Ludwig Lauf 2026
Anfangs Februar und der zweite Wettkampf des Jahres ist bereits über die Bühne. Eigentlich wollte ich den König Ludwig Lauf bereits letztes Jahr laufen, aber aufgrund von zu wenig Schnee musste der Lauf abgesagt werden. Den Startplatz durfte ich behalten und auf dieses Jahr verschieben. Umso grösser war die Vorfreude, dieses Jahr bei guten Schneebedingungen am Start stehen zu dürfen.
Der König Ludwig Lauf ist eines der Worldloppet Rennen und gibt bei erfolgreichem Finish ein Stempel im Worldloppet-Pass. Das war auch mein primäres Ziel, aber natürlich wollte ich eine tolle Leistung abrufen. Dank meines Ergebnisses bei der La Diagonela wurde mir ein unglaublich guter Startplatz gegeben - mit Startnummer 50 durfte ich im Elite-Startblock starten. Ist schon ein cooles Gefühl, wenn man in der allerersten Startreihe steht und man über die Schultern schaut und 3‘000 Leute hinter sich sieht.
Um Punkt 09:00 Uhr erfolgte der Startschuss und was soll ich sagen, da vorne geht ganz schön die Post ab. Kein Wunder, wenn ein paar Spuren neben mir Olympia-Teilnehmer Lucas Boegl und andere Top-Läufer sich ordentlich in die Stöcke werfen. Na gut, das tat ich auch und ich reihte mich dann irgendwo ein und das Feld begann sich langsam in die Länge zu ziehen. Ich find eine gute Gruppe und lief das erstmal mit. In der Nacht sass im Tal rund um Ettal und Oberammergau ein ziemlich dichter Nebel, welcher ordentlich Feuchtigkeit in die Spur brachte. Ich glaube das hat einige überrascht, der Schnee war doch ziemlich klebrig und die Gleitphase zwischen den Doppelstockstössen war eher bescheiden. Aber, es ging optisch allen gleich.
Insgesamt mussten zwei Runden plus ein Schlussabschnitt absolviert werden, um die 43km der diesjährigen Strecke hinter sich zu bringen. Die Runde war ein ständiges leicht bergauf und dann leicht bergab, wobei aufgrund der Schneeverhältnisse auch das bergab ziemlich Körner kostete. Ich lief ab Hälfte der ersten Runde bis ins Ziel fast die ganze Zeit alleine. Ab und zu überholte ich vielleicht jemand und einmal schloss sich jemand ein paar Kilometer an, welcher dann aber den Kontakt wieder verlor. Es war ein zähes und einsames Rennen. Ich lief meine Pace und konnte sehr konstant mein Rennen laufen.
Nach 2h23min erreichte ich als 40. Overall und 9. in meiner Altersklasse das Ziel. Nach der La Diagonela konnte ich also auch beim zweiten Langlaufrennen eine super Leistung erzielen. Eine solche Platzierung an einem Worldloppet-Rennen macht mich sehr stolz und zeigt mir, dass ich die letzten sechs Jahre seit ich mich auf die Doppelstock-Technik fokussiere, einiges richtig mache in der Vorbereitung dieser Wettkämpfe.
Mit diesem Rennen ist die Langlauf-Wettkampfsaison beendet. Zwei Langdistanzen, zwei super Läufe, ein weiterer Worldloppet-Stempel und ein geniales Gefühl für den weiteren Verlauf des 2026!